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Mit Marx und Adorno für Walser und Lenz

3. Juli 2007

Wenn deutsche Linke ihre Realität und ihre antisemitischen Helden verteidigen ist ihnen jedes Mittel recht. Heute zeigt dies Armin Nolzen im Leitartikel des Feuilleton der antifaschistischen, und deshalb wohl auch antizionistischen, Frankfurter Rundschau:

Geschichtliche Tatsachen, so Karl Marx in seinem Einleitungssatz zum „18. Brumaire des Louis Bonaparte“ von 1852, ereignen sich zweimal: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce. Die jetzt entbrannte Debatte über Siegfried Lenz, Martin Walser und Dieter Hildebrandt und ihre angebliche Mitgliedschaft in der NSDAP scheint ein schlagender Beweis für diese These zu sein. Die Tragödie besteht darin, dass drei Männer auf der Anklagebank sitzen, die einen Großteil ihres Lebens der künstlerischen Abrechnung der NS-Zeit gewidmet haben, um nicht zu sagen: dem Kampf gegen das (mit Adorno gesagt) Weiterleben des Faschismus in der bundesrepublikanischen Demokratie.

4 Kommentare »

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  1. „antisemitische Helden“: Walser, na klar. Aber wie schauts bei den anderen beiden aus?


  2. Entschuldige bitte, dass mögliche Missverständnis. Ich bezog mich hier konkret auch nur auf Walser unabhängig von dem FR-Artikel aber auch auf das, unter Linken durchaus beliebte, Verteidigen von Antisemiten.
    Es sollte sich hier nicht auf Lenz und Hildebrandt bezogen werden (obwohl so eine NSDAP-Mitgliedschaft ja eigentlich für sich spricht;)


  3. Liebe Nada,

    vielen Dank für diesen konstruktiven Beitrag, der mir ja untergründig a) Apologie, b)Antizionismus und c) Antisemitismus vorwirft. Gut, dass Yad Vashem davon nichts gemerkt hat, als man mich zu einer Konferenz einlud, wonach ich in den Yad Vashem Studies einen Artikel über NS-Gewalt gegen Juden publizieren durfte. Gut, dass meine israelischen Freunde das nicht wissen, da kann ich weiter als Wolf im Schafspelz auftreten und meinen „Antizionismus“ weiter verbreiten. Vielen Dank.

    Armin Nolzen


  4. soso, der autor hat „israelische freunde“. na dann fällt es kaum mehr ins gewicht, der er dem dichter vom blut-und bodensee seinen antisemitismus gönnt. Schließlich darf, wer „einen Großteil [seines] Lebens der künstlerischen Abrechnung [sic]der NS-Zeit gewidmet“ hat, im Spätwerk getrost antisemitische Mordphantasien in Prosa packen.


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