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a means to an end

7. September 2007

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Alles, was ihn an die Fragwürdigkeit der eigenen Existenz erinnert, ist ihm peinlich.

21. Juni 2007

Françoise: Wir kommen jetzt zur zahlenmäßig größten Hörergruppe, denjenigen, die Musik zur Unterhaltung hören.
Adorno: Diesen Hörern ist die Musik nicht mehr Sinnzusammenhang, sondern nur noch Reizquelle. Es geht um reinen zerstreuenden Komfort. Diese Art des Hörens ähnelt dem Rauchen. Sie wird eher durch das Unbehagen beim Abschalten des Radioapparates definiert als durch den bescheidenen Lustgewinn, solange er läuft.
Françoise: Apropos, möchten Sie noch eine?
Adorno: Bleiben wir jetzt bitte bei der Sache. Ohne dass dieser Typus politisch profiliert wäre, geht er konform mit jeglicher Herrschaft, die seinen Konsumentenstandard nicht allzu offensichtlich beeinträchtigt. Die Musik, die dieser Hörertypus konsumiert – die leichte Musik –, ist ein standardisiertes Produkt der Industrieländer. Diese Schlager funktionieren nach dem Muster der Identifikation. Sind Sie schon einmal auf den gespenstischen Sachverhalt aufmerksam geworden, dass synthetische Volksmusik besonders in ländlichen Gegenden erfolgreich ist? Der Hörer bevorzugt Lieder, die nicht zu sehr über das Altbekannte hinausgehen. Alles, was ihn an die Fragwürdigkeit der eigenen Existenz erinnert, ist ihm peinlich. Gerade weil dieser Hörer real in Unfreiheit lebt, ergreift ihn Wut, wenn die Kunst ihn daran erinnert. Dieses Gesamtsystem der Kulturindustrie führt zu fortschreitender Verdummung. Insofern ist die leichte Musik – entgegen aller Absicht, die man mit den läppischen Texten verfolgt – pure Ideologie.

Françoise trifft Theodor W. Adorno Total in Intro Nr.151

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Wert schaffen:

Wir saßen an Silvester auf einer Dachterrasse in Berlin und haben unter Feuerwerk entschieden, überschüssige CD-Pressungen von DHR in den darauffolgenden Wochen einstampfen zu lassen, um deren Marktwert zu erhöhen.

Alec Empire in Intro Nr.151

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black bloc on tour

11. Juni 2007

blackbloc

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dumm gelaufen…

12. Mai 2007

Mission missglückt: „Scottys“ Asche abgestürzt

London (dpa) – Mission missglückt: Die Asche des Darstellers von Star-Trek-Charakter „Scotty“, James Doohan, ist in der Wüste von New Mexiko verschwunden. Das berichtete die britische Zeitung „Daily Mail“.

Die sterblichen Überreste des Schauspielers waren vor rund zwei Wochen mit einer Raketen ins All geschossen worden. Doch der Plan sei gründlich daneben gegangen, und die Rakete landete an einem unbekannten Ort in der Wüste und wird seitdem vermisst, hieß es in dem Blatt.

Die Sprecherin der US-Bestattungsfirma Space Services, Susan Schonfeld, räumte laut Zeitung ein, die Suchtrupps hätten bisher vergeblich nach dem Flugobjekt gesucht. „Die Gegend ist sehr bergig, man kann nicht einfach so hinfahren.“

Doohan war im Juli 2005 im Alter von 85 Jahren gestorben. Seine Witwe hatte immer betont, dass es Doohans letzter Wille war, im All bestattet zu werden.


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make waterkant history

5. Mai 2007

Dann noch ein letztes mal G8:

Polizist Erler steht mit seinem Kollegen Tilo Scholz aus Bautzen am Strand, er macht Fotos vom fertigen Tor, vom Zaun, der bis ins Wasser reicht. Ein Radler schiebt sein Mountainbike den Deich hoch. Weit hinter ihm hebt sich die Ruine des früheren DDR-Hotels „Waterkant“ vom Blau des Horizonts ab. In dicken Buchstaben über mehrere Etagen haben Gegner des Gipfels „No G8″ mit roter Farbe an eine Wand gemalt. „Na und“, sagt Erler. Es gab nicht mal eine Anzeige. Das Haus wird abgerissen. Der Protest schaffte es nicht mehr bis zur Sachbeschädigung.

via. Frankfurter Rundschau

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Adorno über die zwischenmenschliche Kälte

8. April 2007


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Ulrike? Dresden? Antifa?

30. März 2007

Es ist nun zwar schon fast zwei Monate her, aber auf den 13. Februar 2007 würde ich dann doch gerne noch einmal zu sprechen kommen. So gibt es nämlich zwei Dinge die in der späteren Berichterstattung und in der Bloggerwelt kaum Erwähnung fanden.
Das erste hängt mit der musikalischen Gestaltung des morgendlichen Friedhofsbesuchs zusammen. Egal ob bei Venceremos oder Classless, überall wurde gelogen bis die Balken brechen. Es war nämlich keineswegs „tolle Musik“ die da aus der grottigen Anlage krächzte. Vielmehr hatten sich die mit der Playlist betrauten Genossinnen wohl zum Ziel gemacht, möglichst amüsantes Liedgut herauszusuchen. Dies ist bei solch einem Anlass durchaus ein zu befürwortendes Anliegen, doch leider war es an diesem Morgen wohl gnadenlos zum Scheitern verurteilt. Anstatt mit einem saftigen Bass die Kälte zu vertreiben gab es sachte musikalische Kost – in durchgängig schrecklicher Qualität – die eher dazu animierte sich möglichst bald wieder ins Bett zu verkriechen. Da half dann auch kein Ten German Bombers, Pfefferminztee und Konfetti um eine Bombenstimmung zu erzeugen. Aber es gibt gute Gründe zu hoffen, daß dies nächstes Jahr besser wird. Ich würde ja sehr für einen Mix aus Luftschlangen, Feierei und kosmopolitischer Bassbeschallung plädieren;)
Ansonsten muss ich allerdings gestehen, daß die Kundgebung am Friedhof schon sehr nett war. Bombenalarm, sympathische Leute und deutsche Opfer die mit ihren Kränzen klugerweise den Weg durch eine Antifa-Kundgebung nehmen sind dann ja doch ganz erfreulich…

Eine ander Sache die – nach meinem Wissen – keine Erwähnung in der späteren Berichterstattung fand, ist das Auftauchen von Flugblättern mit einem Text von Ulrike Meinhof am Startpunkt der Antifademo. Bei dem Text handelte es sich um eine Kolumne die 1965 in der Konkret erschien und in der Frau Meinhof, in bester deutscher Art, ihre Sicht auf den 13./14. Februar 1945 kundtut. Unterzeichnet war dieser Text mit „Antifaschistische Aktion im Nationalen Widerstand“, ob es sich hierbei wirklich um ein Flugblatt aus dem Kreis des Spinners Peter Töpfer handelt ist mir allerdings unklar. Auf Grund der Tatsache, daß das Flugblatt vom Dach eines Hauses über die Demo verteilt wurde, konnte leider niemand direkt mit einer handfesten Antwort konfrontiert werden…
Ein wenig passend dazu wurden wir – kurz nachdem wir uns durch die Vorkontrollen auf den Auftaktort der Demo begeben hatten – von einem freundlichen Genossen zur Vorsicht ermahnt, da es wohl bereits einige Ankündigungen gab gegen „Judenfahnen“ und diverse blau/weiß/rote Flaggen vorzugehen. Zu Übergriffen kam es dann allerdings doch nicht, was wohl auch an der hohen Präsenz von Leuten aus dem sogenannten antideutschen Spektrum lag. Zu verbalen Auseinandersetzungen soll es allerdings, bis in die Nacht hinein, immer wieder gekommen sein…

Die Antifademo selbst endete nach relativ kurzer Zeit an der Synagoge. Nach einem Durchbruchversuch wurde die Festmeile des zivilgesellschaftlichen Rumgeopfers besucht und sich auf den Weg Richtung Naziroute gemacht. Gerüchte besagen es hätte mancherorts ordentlich gekracht und auch an Barrikaden habe es nicht gemangelt. Aber von sowas habe ich natürlich nichts mitbekommen…
Auf 2008, wenn Antifa, dann Dresden…

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Zwangspause

26. Februar 2007

Grade dank eines ehemaligen Mitbewohners kein Internet. Daher derzeit nur ein wenig geklautes vom Spinsterlein (Dank dafür:)

Aus der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ Nr 8 R vom 25. Februar 2007

LINKER SPALTPILZ
Für Marx – aber auch für Amerika, den Irak-Krieg, Israel – „Die Antideutschen“ passen in keine Schublade. Und ihr Einfluss wächst

(Markus Wehner)

Sie nennen sich Kommunisten. Sie hassen Deutschland. George Bush ist ihnen ein Mann des Friedens. Der Feind ist der „Islam-Faschismus“. Über alles andere aber geht: die uneingeschränkte Solidarität mit Israel. Seit Jahren mischen die „Anti-Deutschen“ die linksradikale Szene auf. Denn sie sprengen alle Klischees, die es über Linke gibt. In kleinen Zirkeln diskutieren sie über schwierige Texte. Sie mischen sich aber auch in antifaschistische Demos, ziehen plötzlich die israelische Fahne hervor und die „Stars and Stripes“ der Vereinigten Staaten. Da gibt es schon mal Prügel von der Traditionslinken.
Doch die „Anti-Deutschen“ haben Zulauf. Mehrere tausend junge Leute, in der Mehrzahl zwischen 16 und 30 Jahre alt, zählen sich zu der lose vernetzten Bewegung. Es sind Kinder des Bildungsbürgertums, Schüler und Studenten, die im Netz kommunizieren.
Tobias ist einer von ihnen. Der 23 Jahre alte Schüler, der gerade sein Abitur nachmacht, stammt aus Leipzig, wo es eine große linksradikale Szene gibt. Mit 17 schloss er sich einer Antifagruppe gegen Rechtsradikale an, damals verteidigte man ein alternatives Kulturzentrum mit Steinen gegen „die Rechten“. Dann wurde er Mitglied in einer „Antinationalen Gruppe“, die sich später „Antideutsche kommunistische Gruppe“ nannte.
In Leipzig dominieren die Anti- Deutschen schon seit Jahren die linksradikale Szenerie – Hunderte Anhänger zählen sie. Im Kulturzentrum Conne Island in Leipzig-Connewitz ist das Tragen eines Palästinensertuches verboten. Denn der schwarz-weiße PLO-Schal ist das Zeichen einer Kampforganisation, die Israel vernichten will – und damit ein Symbol der Feinde.
Der Kampf gegen den angeblich allgegenwärtigen Antisemitismus ist das ideologische Herzstück der „Anti-Deutschen“. „Wir müssen alles tun, damit Auschwitz nie wieder passiert“, sagt Tobias, der eigentlich anders heißt. Ist denn Auschwitz wieder möglich? „Klar“, sagt der junge Mann, „das sehen wir doch an den ständigen Angriffen auf Israel.“ Im Nationalsozialismus seien die Juden für alles Böse verantwortlich gemacht worden, heute seien es Israel und Amerika. Der Irak-Krieg sei der einzige Weg gewesen, das menschenverachtende Regime von Saddam Hussein zu stürzen.
Einer, der seit Jahren die theoretische Kost für Tobias und seine Gesinnungsgenossen liefert, ist Justus Wertmüller. Der 43 Jahre alte Mann aus dem Berliner Bezirk Kreuzberg ist ein Veteran der antideutschen Denkschule, einer von acht Redakteuren der Zeitschrift „Bahamas“, dem wichtigsten Impulsgeber der Szene. Einst war Wertmüller Mitglied im Kommunistischen Bund. Eine Minderheit der Organisation legte sich 1990 auf eine antideutsche Linie fest. Die Mehrheit bescheinigte den Abtrünnigen, sie sollten ihr Programm doch auf den Bahamas verwirklichen – das sei der „hinreichend entfernte und klimatisch bekömmliche Ort“. So entstand der Name der Zeitschrift, heute Leitorgan der härtesten Anti-Deutschen-Fraktion.
Entstanden sind die Anti-Deutschen aus der Wiedervereinigung, dem Schockerlebnis der Linksradikalen. Als der ostdeutsche „Pöbel“ geschrieen habe: „Wir sind das Volk!“, sei es ihm kalt den Rücken heruntergelaufen, erinnert sich Wertmüller. Hier habe sich gezeigt, wie bedingungslos sich die Deutschen dem Staatszweck unterwürfen. Als rechtsradikale Jugendliche in Ostdeutschland Ausländer angriffen, sahen viele „Anti-Deutsche“ ein Viertes Reich heraufziehen. „Deutschland von der Karte streichen, Polen muss bis Frankreich reichen“ oder „Stalingrad war wunderbar, Nazi-Opa blieb gleich da“ – solche Slogans bestimmten damals ihre Auftritte.
Der Kampf gegen die „Rechten“ ist heute in den Hintergrund getreten. Gerade die Ökologie- und die Friedensbewegung geißeln die Anti-Deutschen als deutschtümelnd und undemokratisch. Wie 1991 hunderttausend Leute „mit primitiven Mitteln“ in Berlin dazu gebracht worden seien, gegen den ersten Golfkrieg zu demonstrieren, sei erschreckend gewesen, sagt Wertmüller. Wieder einmal hätten die Deutschen nicht begriffen, wie viele Menschen sei einem leidvollen Schicksal auslieferten. Damals fanden Linke es zum ersten Mal richtig, Bomben auf den Irak zu werfen – zur Verteidigung Israels. Die Solidarität der Anti-Deutschen mit Amerika ergibt sich fast zwangsläufig – als dem angeblich einzig wahren Freund Israels. Der 11. September 2001 ist den Anti-Deutschen der bisher größte antisemitische Anschlag nach dem Holocaust, ein faschistisches Massaker. „Es gibt kein deutsches Menschenrecht, Israel zu kritisieren“, sagt Wertmüller, der nicht ohne Stolz berichtet, dass seine Redaktion im vergangenen Jahr eine große Solidaritätsdemo für Israel in Berlin angeschoben habe.
Zum Hauptgegner der Anti-Deutschen ist in den vergangenen Jahren der Islam geworden. „Fanta statt Fatwa, Sherry statt Scharia“ lautet die Pop-Formel. Doch auch Theoretiker Wertmüller sieht hier „noch eine echte Front“. Bisher fehle der Beweis für die Behauptung, dass es einen friedlichen Islam gebe. Vielmehr sei die „Welteroberungsreligion“ auf Unterdrückung, Knechtung und einen hanebüchenen Antiintellektualismus gegründet. Gleichsam als Kronzeuge für die eigene Sicht ist auf der Titelseite der jüngsten Nummer von „Bahamas“ Papst Benedikt XVI. zu sehen. In seinen Händen hält er Bücher von Kant und Adorno.
Ist das alles nur versponnen?
Der Einfluss der antideutschen Denkschule wächst jedenfalls, an Unis, bei linken Gruppen. Auch bei der PDS/Linkspartei gibt es eine große proisraelische Minderheit. Der Verfassungsschutz hält die antideutsche Szene für ideologisch verfestigt und beobachtet wachsenden Einfluss. So sind die „Anti-Deutschen“ gerade als Spaltpilz der linksradikalen Bewegung erfolgreich. Ihr Erfolgsrezept ist dabei so einfach wie zuverlässig: Brandmarkte die Linke früher ihre Gegner als „Faschisten“, so nutzen die Anti-Deutschen den Totschlagbegriff des „Antisemiten“. Das zieht in Deutschland fast immer.

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destroy the spirit of dresden

6. Februar 2007

Vom Mythos der unschuldigen Stadt, ein Kurzfilm der Filmpiraten über den deutschen Opfermythos Dresden, den jährlichen Nazi- & Bürgeraufmarsch sowie die antifaschistischen Gegendemonstrationen.

Mobilisierungsvideo von 2006:


via ugly dresden

Infos zum 13.2.2007

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ich möchte teil einer jugendkultur sein

1. Februar 2007

irgendwie könnte ein funke wahrheit darin stecken. ich frag mich nur wie der headbanger-faktor so hoch werden konnte…

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